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 Bücher sind nach wie vor attraktiv

 

 

Bücher sind nach wie vor attraktiv (Foto: wk)

ALLMENDINGEN / wk Auch die 18. Auflage des Allmendinger Bücherflohmarkts hat an Anziehungskraft und Attraktivität nicht verloren. Dem Ruf, einer der größten seiner Art im süddeutschen Raum zu sein, trugen die vielen auswärtigen Autokennzeichen Rechnung. Bis aus München, Kempten, Ravensburg, Friedrichshafen, Stuttgart und Calw kamen Besucher. 105 Anbieter boten Bücher und Schätze zum Verkauf an, darunter 24 Anbieter, die das erste Mal dabei waren.

Der Veranstalter Gemeindemarketing Allmendingen und Organisator Antiquar Rainer Feucht aus Munderkingen waren schon um die Mittagszeit mit der Resonanz mehr als zufrieden. „Wir bekamen Anfragen von Anbietern aus dem ganzen süddeutschen Raum, bis hoch nach Frankfurt“, so Organisator Feucht.

Schon seit 2003 beim Bücherflohmarkt dabei und seit Freitagnacht unterwegs war wieder der bekannte Bücherpfarrer Martin Weskott aus Kaltenburg bei Göttingen. Einen kürzeren Anfahrtsweg hatte dagegen Albert Kappeler aus Allmendingen, der Geschichts- und Militaria-Bücher an seinem Stand anbot. Seit mehr als zehn Jahren dabei sind auch Gerda und Alex Mac Millan aus Ehingen.

„Bis zum 20. Bücherflohmarkt möchte ich weitermachen, dann ist Schluss für mich“, so Rainer Feucht.

 

 


 

Schwäbische Zeitung - 08.11.2010

Büchervielfalt lockt zahlreiche Leseratten

Büchervielfalt lockt zahlreiche Leseratten

(ALLMENDINGEN/ef) Der größte Buchmarkt weit und breit hat am Samstag in der Allmendinger Mehrzweckhalle zum 16. Mal Bücher und Menschen in großer Zahl zusammengebracht. Die Vielfalt des Angebots kam jedem Geschmack entgegen. Veranstalter Rainer G. Feucht war mit dem Erfolg mehr als zufrieden.

Nur einem Zweck diente die Allmendiger Merhzweckhalle am Samstag. Bücher, Bücher, Bücher, wohin man schaute. Bis in die letzte Ecke drängten sich die Stände. Sogar in den aufgeklappten Geräteräumen und auf dem Flur vor den Toiletten wurde Literatur angeboten. Kein Wunder, dass Veranstalter Rainer G. Feucht von einem Anbau träumt.

Händler aus nah und fern

Einige Händler wie Winfrid Hanold aus Schelklingen, Hedwig Walz aus Nasgenstadt oder Familie Pietschmann aus Ehingen kamen aus der Nähe, andere aber wie Martin Weskott von ganz weit her. „Essen vertreibt den Hunger und Lesen vertreibt die Dummheit“, lautet ein chinesisches Sprichwort, mit dem die Gesellschaft zu Förderung von Kultur und Literatur in Katlenburg bei Göttingen auch beim Allmendinger Bücherflohmarkt für ihr Angebot warb.

 
Ihr Vertreter ist Pfarrer Martin Weskott, der am Samstag die Chance nutzte, eine zahlreiche Kundschaft sachkundig zu beraten.

Durch den Verkauf gebrauchter Bücher hat Martin Weskott bereits mehr als 120 000 Euro für „Brot für die Welt“ aufgebracht. Gestern Vormittag predigte er wieder vor seiner Gemeinde in der Katlenburger St.-Johannes-Kirche. Gegenüber der Kirche ist jeden Sonntag nach dem Gottesdienst zwei Stunden lang ein Büchermagazin Treffpunkt für bildungsbeflissene Leser.

Bücher weitergeben

Nach der Devise „Bücher weitergeben statt wegwerfen“ hat Pfarrer Westkot 1991 auf einer Müllkippe in der Nähe von Leipzig eine Menge gut erhaltener Bücher gefunden. Darunter befinde sich wertvolle Literatur, die vermutlich infolge ungeklärter Rechtsverhältnisse im Zusammenhang mit der politischen Wende entsorgt werden sollten, meint der Göttinger.

Am Bücherstand des Organisators Rainer G. Feucht standen er selbst, seine Frau Karin Feucht-Pilz und sein Sohn Merlin Feucht Interessierten zur Seite.

Nicht weit weg stellte man bei einem anderen Angebot fest, dass das oben zitierte chinesische Sprichwort nicht in jedem Fall zutrifft. Druckprodukte aus dem Hitlerreich verdeutlichen, dass Lesen der Dummheit nicht in jedem Fall abträglich ist.

 


 INFO-SONDERSEITE - 03.11.2010

 


 Schwäbische Zeitung - 09.11.2009

Bücherflohmarkt lockt ganz Süddeutschland an

(ALLMENDINGEN/jum/mac) Mit der 15. Auflage des Allmendinger Bücherflohmarkts hat der Veranstalter wieder einen vollen Erfolg gelandet. Besucher und Anbieter aus ganz Süddeutschland fanden am Samstag den Weg in die Turn- und Festhalle . Neben Büchern wurden auch Anssichtskarten, Autogrammkarten und Wertpapiere gehandelt.

Auch die mittlerweile 15. Auflage des Allmendinger Bücherflohmarkts war wieder ein voller Erfolg. Sowohl die Anbieter, die sich über ein paar zusätzliche Euro in ihrer Kasse freuten, als auch die Käufer, die beim Stöbern auf tolle Schmuckstückchen stießen, waren am Ende des Tages vollauf begeistert.

Lothringer Anbieter mit dabei

Den Stellenwert des Allmendinger Bücherflohmarkts erkannte man, wenn man auf die von der Freiwilligen Feuerwehr überwachten und prall gefüllten Parkplätze rund um die Allmendinger Turn- und Festhalle schaute. Kennzeichen aus komplett Süddeutschland waren vertreten. Der Anbieter mit der weitesten Anfahrt kam aus dem französischen Lothringen.

 
Dabei stimmte auch das Rahmenprogramm, das das Allmendinger Gemeindemarketing und Organisator Rainer G. Feucht in diesem Jahr auf die Beine gestellt hatten. Nebst einer von dem Allmendinger Kindergarten angebotenen Kinderbetreuung sorgte wie schon in den vergangenen Jahren die Tennisabteilung des TSV für das leibliche Wohl der Gäste.

Neben zahlreichen privaten Anbietern hatte Antiquar Feucht in diesem Jahr auch ein paar Besonderheiten zu bieten. Ganz kurzfristig ergatterte Buchrestaurator Bernhard Gabert mit seiner Partnerin Mariann Savolyi noch einen Tisch. "Diese Veranstaltung ist echt toll, besonders für einen solch kleinen Ort wie Allmendingen", lobte der flohmarkterfahrene Gabert die Organisatoren. "Vor Ort kann ich zwar nicht viel machen, aber es haben sich doch einige Interessenten, die ihre meist wertvolle Bücher restaurieren lassen wollen, mit mir Kontakt aufgenommen." Desweiteren gab es an einem Stand ein besonderes Papier zu kaufen. Das sogenannte Hadernpapier, das aus alten Lumpen besteht und aufgrund seiner Natürlichkeit besonders lange hält, zog einige Interessenten in seinen Bann. Volker Stander aus Stuttgart reiste bereits zum 15. Mal nach Allmendingen. Neben ein paar Büchern versucht er mit antiken Wertpapieren und Ansichtskarten sowie handsignierten Fußballautogrammkarten dem Flohmarkt einen besonderen Stempel zu geben und möglichst alle Altersklassen anzusprechen.

Schüler bieten Schnäppchen an

Auch Simone Jörg aus Blaubeuren hatte dieses Mal einen Stand. "Bisher war ich immer nur als Käufer hier, aber irgendwann muss man im Bücherregal auch mal wieder Platz für neues Lesematerial schaffen", so Jörg, die mit ihren Verkäufen sehr zufrieden war. Neben Romanen aller Art, hatte sie auch Koch- und Backbücher in ihrem Angebot. Ein besonderes Schnäppchen hatte die Klasse 8b des Johann-Vanotti-Gymnasium zu bieten. Ein Schild mit der Aufschrift: "Nimm 4, bekomm 1 gratis dazu!!!!", schmückte die Brust von Raphael Schlecht, der zusammen mit seinen Klassenkameraden Tobias Deusch, Dino Prebeg, Jannik Freudenreich, Maria Magdalena Duspa und Elli Romanou Geld für die bald anstehende Klassenfahrt sammelte. Neben ausrangierten Schulbüchern boten die Gymnasiasten jegliche weitere Art von Literatur an.


Südwest Presse - 09.11.2009

Schätze und Runkelrüben 2000 Besucher beim Bücherflohmarkt

Allmendingen.  Der 15. Allmendinger Bücherflohmarkt lockte viele Besucher nach Allmendingen. Lesefutter, Postkarten oder antiquarische Bücher waren gefragt.

Man erkannte sie an den Rucksäcken. Die erfahrenen Besucher des Bücherflohmarktes hatten sich mit Taschen und Rucksäcken ausgerüstet, um ihre Schnäppchen bequem nach Hause transportieren zu können. Und mit ganz leeren Taschen ging fast niemand heim.

Rund 2000 Besucher kamen wieder zum 15. Allmendinger Bücherflohmarkt, den der Munderkinger Antiquar Rainer G. Feucht organisiert hatte. Auf 160 Saaltischen breiteten etwa 100 Aussteller ihre Schätze aus, die teilweise für einen Euro zu haben waren, aber auch in die Tausende gehen konnten.

Neben gebrauchten Romanen, die zum Stöbern Seite an Seite in Bananenkisten lagen, boten die Händler auch Bücher an, die nicht selber durchgeblättert werden durften. Unter einer Glasglocke lag beispielsweise eine Aldine, ein 1547 in Paris beim Drucker Aldus Manutius gedrucktes Büchlein mit Episteln des Cicero. Das Kleinod hatte Buchdeckel aus Holz und noch echte Bünde am Buchrücken. "Die Druckerei war damals für ihre gute Qualität bekannt", meinte der Verkäufer Jean Moder aus Lothringen.

Ebenfalls kostbar, aber erschwinglich, waren einzelne Blätter aus dem 18. Jahrhundert. Ein Käufer aus Tübingen suchte sich durch den Lose-Blatt-Stapel und hielt jedes Blatt gegen das Licht, um die Färbung des Papiers und das Wasserzeichen zu prüfen. "Ich brauche das Papier, um meine schadhaften Vorsatzblätter zu ersetzen", meinte er. Neben den Spezialisten, wie dem Schöntaler Buchrestaurator Bernhard Gabert , hatten aber auch wieder viele Schüler und Vereine ihre Verkaufsstände bezogen, um die Schullandheimkasse oder die Gemeindekasse aufzubessern. Die Leute fragten vor allem nach Vorschulbüchern, meinte der Privatmann Horst Wehresch. "Unterhaltungsliteratur" ging bei Robert Wagner aus Pforzheim gut. Reiseberichte, Atlanten und Postkarten waren auch stets umlagert. Viele Besucher fragten an den Ständen auch ganz gezielt nach Serien wie den Manesse-Bändchen, rororo-Taschenbüchern und der Insel Bücherei.


Schwäbische Zeitung - 06.11.2009

Bücherflohmarkt: Kleine Nachwuchs-Schriftsteller kommen zu Ehren

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(ALLMENDINGEN/khb) Lange Besucherschlangen werden sich am Samstag, 7. November, vor der Allmendinger Festhalle bilden: Um 9 Uhr startet dann der diesjährige Bücherflohmarkt. An 160 Tischen werden mehr als hundert Aussteller zigtausend Bücher anbieten.

"Es geht nicht nur um Bücher", erklärt Antiquar Rainer G. Feucht, seit 15 Jahren Organisator des Allmendinger Bücherflohmarkts, "es werden auch Drucksachen, wie Ansichtskarten, alte Aktien, Kupferstiche oder Lithographien angeboten". Gemeinsam mit Alfons Auber vom Allmendinger Gemeindemarketing hat Feucht den Flohmarkt vorbereitet. Sie erwarten, wie im Vorjahr, wieder rund 2000 Besucher. Neben Second-Hand-Büchern, Comics oder Romanen, so Feucht, sei wieder ein großes Angebot an Sammlerstücken auf den 160 Ausstellertischen zu finden. Eines der "Spitzenstücke", sei eine so genannte "Aldine". "Die Epistolae des Cicero in einer Ausgabe von Aldus Manitus von 1547. Wert: rund 900 Euro", erklärt Feucht. Handsignierte Ausgaben von Ernst Jünger werden beim Bücherflohmarkt genauso zu finden sein, wie alte Bibeln oder eine Goethe-Ausgabe von 1871 in 40 Bänden. "Bei vielen Besuchern steht beim Besuch des Bücherflohmarkts der Erwerb von günstigem Lesestoff im Vordergrund. Zunehmend hat sich der Flohmarkt zu einem Treffpunkt der Sammler entwickelt, die es schätzen, in Allmendingen ihre Sammlungen ergänzen zu können", sagt Feucht. Seit drei Jahren kümmert sich Alfons Auber vom Gemeindemarketing Allmendingen um das Rahmenprogramm des Bücherflohmarkts. "Wir haben organisiert, dass die Tennisabteilung des TSV Allmendingen die Bewirtung mit Weißwürsten, Seelen, Kaffee und hausgemachten Kuchen übernimmt", so Auber. Erzieherinnen eines Kindergartens werden zwischen 9 und 14 Uhr in der Halle eine Kinderbetreuung anbieten. "In den vergangenen Jahren haben wir Bücher im Wert von rund 6500 Euro an Schulen und Kindergärten gespendet", ergänzt Feucht.

Um 14 Uhr werden Auber und Feucht die Preise des Schüler-Schreibwettbewerbs "Mein schönstes Erlebnis im Schwimmbad" übergeben. "Um Kinder zum Lesen und Schreiben zu animieren", so Auber, "haben wir aufgefordert, Geschichten zu schicken, die von einer Jury bewertet werden". Gemeinsam mit Pressesprecher Bernd Weltin vom Landratsamt und einer Lehrerin wird SZ-Redakteur Tobias Götz die Geschichten bewerten und die Gewinner der Büchergutscheine ermitteln.


Schwäbische Zeitung - 17.10.2009

Wettbewerb weckt Schüler-Schreiblust

ALLMENDINGEN (tg) - Das Allmendinger Gemeindemarketing und die SZ suchen Schüler im Alter von sechs bis 17 Jahren, die iim Rahmen des Bücherflohmarkts am 7. November an einem Schreibwettbewerb teilnehmen wollen. Das Thema dreht sich um das Allmendinger Waldfreibad. Mit in der Jury sitzt Bernd Weltin vom Landratsamt.

Bernd Weltin, Pressesprecher des Landratsamts, hatte die Idee, zum Allmendinger Bücherflohmarkt einen Schreibwettbewerb für Jugendliche ins Leben zu rufen. Dass er dabei gleich auf Begeisterung stieß, liegt auch daran, dass der Allmendinger Alfons Auber vom Gemeindemarketing sehr angetan von dieser literarischen Idee war. Unterstützung bekommen die beiden von Rudi Nerlich, Fachdienstleiter der Kreisentwicklung und Bau im Landratsamt, der in Allmendingen wohnt. "Wir haben uns zusammengesetzt und sind auf die Idee gekommen, das Thema Waldfreibad zu nehmen. Schließlich erleben die Kinder und Jugendlichen das Freibad in ihren verschiedenen Altersstufen immer anders", erklärt Bernd Weltin im Gespräch mit der SZ.

Mitmachen können alle Kinder zwischen sechs und 17 Jahren, wobei es drei verschiedene Kategorien gibt. Kinder im ersten Schreib- und Lesealter schreiben über das Thema Schwimmbad ein "Elfchen". Das ist ein kleines Gedicht, bei dem das erste Wort Schwimmbad ist, in der zweiten Zeile stehen zwei Worte, in der dritten drei, in der vierten vier und in der fünften und letzten Zeile wieder ein Wort.

Dabei sind der Fantasie der Kleinen keine Grenzen gesetzt. Die Kinder in der Altersgruppe neun bis 13 Jahre schreiben einen Aufsatz (maximal eine DIN-A-4-Seite) über das Thema "Mein schönstes Erlebnis im Waldfreibad". Die 14 bis 17-Jährigen dürfen eine lustige Erzählung aus der Sicht des Bademeisters erfinden. Als Preise winken den Kindern und Jugendlichen Bücher und Büchergutscheine. Die Preisübergabe und die Vorstellung der Gewinner mit ihren prämierten Texten erfolgt im Rahmen des Bücherflohmarkts am Samstag, 7. November, um 14 Uhr in der Turn- und Festhalle. Neben Bernd Weltin und einer Allmendinger Grundschullehrerin wird auch SZ-Redakteur Tobias Götz in der Jury sitzen.


Schwäbische Zeitung - 01.04.2009

Gemeindemarketing beschenkt Kindergarten St. Maria mit Büchern

(ALLMENDINGEN/sz) Das Gemeindemarketing Allmendingen als Veranstalter des Allmendinger Bücherflohmarkts hat den Erzieherinnen des Kindergartens St. Maria Allmendingen eine Bücherspende in Höhe von 100 Euro überreicht. Die Erzieherinnen übernahmen die Kinderbetreuung von Drei- bis Sechsjährigen während des 14. Allmendinger Bücherflohmarkts im vergangenen November. So konnten in bewährter Weise Eltern ohne Zeitdruck und Stress in Ruhe beim Bücherflohmarkt stöbern. Die überreichten Bücher wurden von den Erzieherinnen per Wunschliste zusammengestellt. Der vergangenne Bücherflohmarkt war wie stets ein großer Erfolg.


Schwäbische Zeitung - 10.11.2008

Leseratten stürmen die Turn- und Festhalle

ALLMENDINGEN - Es gibt noch Steigerungen: Nach dem Erfolg des Bücherflohmarkts im vergangenen Jahr hat sich man dies heuer nicht vorstellen können. Aber am Samstag musste selbst Organisator und Antiquar Rainer G. Feucht sagen: "So war's noch nie." Der 14. Allmendinger Bücherflohmarkt entpuppte sich als voller Erfolg.

Bereits zum Einlass in die Turn- und Festhalle wartete eine Menschenschlange so geduldig, als gäbe es etwas kostenlos. Nicht kostenlos, aber dafür supergünstig waren alle Angebote der über 100 Anbieter, die ihre Waren auf insgesamt 160 Tischen verteilt hatten.

Gegen zehn Uhr kam eine Meldung von der Feuerwehr, die draußen Park- und Ordnungsdienst machte: "Keine Parkplätze mehr zur Verfügung." Das war nur teilweise richtig. Natürlich war um die Halle herum kein freier Platz mehr, doch in den Allmendinger Kleindorfstraßen konnte man ja schließlich auch auf einer Straßenseite stehenbleiben, und ein paar Schritte mehr zu Fuß bei dem sonnigen Wetter tat der Bücherleidenschaft keinen Abbruch.

Müßig, alle Sorten und Themen der Bücher aufzuzählen: Von A wie Almanach bis Z wie Zentralafrika war alles vertreten. Comics meterweise, Bücher für fünf Euro pro Kilo, Kinder- und Märchenbücher in Sütterlin- oder deutscher Schrift, alte Schmöker, neue Bildbände, Postkarten, Ratgeber für jeden Anlass - von der freien Rede bis zum Berater für Anstand und Sitte. Das älteste Exemplar aus der Geschichte der Buchdruckkunst lag auf dem Tisch des Archivars selbst: eine Postinkunabel aus der Zeit zwischen 1500 und 1520 - eine Richtlinie des Herzogs von Württemberg als Einblattdruck.

Viele alte Gesichter und damit treue Marktbetreiber sah man von früheren Bücherflohmärkten wieder in Allmendingen. Mit Walt-Disneys-Comicbüchern war ein Händler aus Herbrechtingen erneut gekommen und hatte dieses Mal seine umfangreiche Filmprogrammsammlung zuhause gelassen. Nach einjähriger Pause wieder vertreten: der Bücherpastor aus Katlenburg bei Göttingen, Martin Weskott. Aus der untergegangenen DDR hatte er nach der Wende viele als Schrott angesehene Bücher gesichert und verkauft sie getreu dem Motto "Bücher weitergeben statt wegwerfen." Der Erlös ist für die Aktion "Brot für die Welt" bestimmt.

Euro geht mit ins Landschulheim

Den großen Zustrom nutzten auch einige Schulklassen und boten ihre gesammelten Werke aus dem Kinderzimmer an, so die Klasse 8b vom Johann-Vanotti-Gymnasium Ehingen. Eine besondere Einnahmequelle nebenher hatte sich die Klasse 6e des Ehinger Gymnasiums ausgedacht: Für einen Euro Einsatz durfte man eine Frage aus dem "Wer wird Millionär?"-Quizbuch beantworten. Wenn die Antwort richtig war, gab's ein Buch umsonst, wenn nicht, ging der Euro mit ins Landschulheim.

Bücher sind entgegen landläufigen Vorurteilen immer noch etwas Faszinierendes. Mancher wartete nach dem Kauf gar nicht bis zur elterlichen Wohnung, sondern las sich bereits auf der Hallentreppe drinnen und draußen ein. Und bei dem Gedränge mit bücherbepackten Rucksäcken an Bücherstapeln vorbei waren Händler und Käufer froh, dass es sich nicht um eine Porzellanmesse handelte.- 08.11.

Gemeindemarketing Allmendingen | info@gemeindemarketing-allmendingen.de